· Veranstaltung
CDU Nordstemmen zu Gast bei der Kartoffelernte
Beim Feierabendgespräch auf dem Hof Bauermeister-Mund in Heyersum gab es für rund 20 Bürgerinnen und Bürger einen Einblick in die laufende Ernte von Pflanzkartoffeln.
Nordstemmen/Heyersum. Der CDU-Gemeindeverband Nordstemmen hat am Freitagabend zu einem Feierabendgespräch auf den Hof Bauermeister-Mund in Heyersum eingeladen. Rund 20 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, sich bei Getränken und Snacks mit den Kandidatinnen und Kandidaten für Gemeinderat und Kreistag sowie mit Bürgermeisterkandidat Kai Dräger auszutauschen.

Kai Dräger und Henrike Bauermeister-Mund vor dem Anhänger während der Erläuterung des Ernteprozesses.
Im Mittelpunkt des Abends stand ein Einblick in die laufende Ernte von Pflanzkartoffeln. Die Gäste verfolgten den Ablauf vom Feld bis zur Lagerung: Per Trecker und Anhänger werden die Kartoffeln zum Hof gebracht und im Sturzbunker angenommen. Über ein Steigband gelangen sie zur Sortiereinheit, wo sie nach drei Größen getrennt und anschließend in Holzkisten mit je rund 1,5 Tonnen Fassungsvermögen verpackt werden.

Hofvertreter Stefan Mund erläutert Bürgermeisterkandidat Kai Dräger sowie den anderen Gästen den Ablauf der Kartoffelernte.
Anschaulich erklärten die Gastgeber, warum bei Pflanzkartoffeln die Knollengröße keine Rolle für den späteren Ertrag spielt: Die Mutterknolle „klont“ sich bei der Vermehrung selbst, sodass alle Tochterknollen dieselbe genetische Information tragen – eine kleine Knolle bringt daher genauso viele neue Knollen hervor wie eine große. Da kleine Kartoffeln zudem deutlich transportwürdiger sind, werden sie bevorzugt nach Israel und Ägypten verkauft, wo sie dem frühen Anbau von Speisekartoffeln dienen.
Auf dem Hof lagern rund 600 Tonnen Pflanzgut in Heyersum, weitere 1.200 Tonnen in Fremdlägern der Vermehrungsfirma. Um die Knollen keimfrei zu halten, werden sie auf 4 Grad heruntergekühlt – die Temperatur darf täglich nur um maximal 0,1 Grad sinken, sodass die Lagerung bis Mai möglich ist. Mit dem Bau einer eigenen Photovoltaikanlage will der Betrieb künftig die Energie für Kühlung und Belüftung selbst erzeugen.
Die Qualität der Arbeit zeigt sich auch in Wettbewerbserfolgen: Beim Pflanzgut-Wettbewerb, bei dem vor allem äußere Qualitätsmerkmale bewertet werden, erreichte der Betrieb 2020 den ersten, 2022 den zweiten und 2024 den dritten Platz – unter anderem mit den Sorten Belana und Bernina.
Neben Kai Dräger nahmen Kreistagskandidat Levin Keller sowie weitere Bewerberinnen und Bewerber für die Orts- und Gemeinderäte aus dem gesamten Gemeindegebiet teil. Im Anschluss an die Hofbesichtigung klang der Abend im Garten bei Pellkartoffeln der Sorte Sanibel mit Quark und Getränken gemütlich aus.
Bürgermeisterkandidat Kai Dräger zeigte sich zufrieden: „Es war ein interessanter Abend, um einen genauen Eindruck davon zu bekommen, wie die Kartoffelernte auf dem Hof abläuft. Dafür ein ganz großer Dank an die Familie Bauermeister-Mund, dass sie uns einen Einblick in den laufenden Prozess gewährt hat. Gleichzeitig war es toll, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und zu hören, welche Themen sie bewegen. Das ist mir als Bürgermeisterkandidat sehr wichtig.“
Autor: Kai Dräger